Besuch der Ausstellung "Nürnberger Prozesse" am 19.02.2011


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Memorium 19.02.2011

 

Memorium 19.02.2011

Viele interessierte Bürgerinnen und Bürger folgten am vergangenen Samstag der Einladung der Kirchehrenbacher SPD/ Bürgergemeinschaft und besuchten die Gedenkstätte "Nürnberger Prozesse" im großen Justizgebäude in der Fürther Straße.

Welch große Bedeutung Nürnberg - die berüchtigte Stadt der Nazi-Reichsparteitage und der Rassengesetze - für die Aufdeckung und Bestrafung der Naziverbrechen zukommt, wurde den Teilnehmern gleich zu Beginn der Führung durch die Ausstellung deutlich, als der fachkundige Historiker vom "Verein Geschichte für alle" betonte, dass im Schwurgerichtssaal zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit ein "Weltgericht" stattfand, an dem neben den vier großen Siegermächten noch 40 weitere Nationen beteiligt waren.  Nürnberg sei deshalb ausgewählt worden, weil es einerseits in der amerikanischen Besatzungszone gelegen und der amerikanische Chefankläger Jackson die Organisation des Prozesses gesteuert habe, andererseits habe das nicht zerstörte Gerichtsgebäude mit dem angrenzenden Gefängnis optimale Voraussetzungen für den Prozessablauf geboten.

Auf großen, gut ausgeleuchteten Schautafeln waren die harmlos aussehenden Nazigrößen auf der Anklagebank zu sehen, die sich bis auf eine Ausnahme für "nicht schuldig" an den Nazi-Verbrechen befanden. Zwölf von ihnen wurden zum Tode verurteilt. Eindringlich veranschaulicht ist das Prozessgeschehen durch zahlreiche Fotos, Filmaufnahmen und die Zuhilfenahme moderner Informationstechnologie.

Wie sehr das Geschehen der NS-Zeit und der Nachkriegszeit die Menschen heute noch bewegt, zeigte sich an der Vielzahl der anwesenden Besucher in der Gedenkstätte. Ein Besuch lohnt, auch verbunden mit der Hoffnung auf eine menschenwürdigere Zukunft weltweit.