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Pures Vergnügen beim Krimi-Abend am 09.11.2018

Krimiabend 09.11.2018

Zu einem Krimi-Abend der besonderen Art hatte die SPD-Bürgergemeinschaft Kirchehrenbach ins Gasthaus Sponsel geladen. Dabei schenkte der Erlanger Autor Johannes Wilkes seinen zahlreichen Zuhörern außergewöhnlich vergnügliche Stunden.
 
Die Lesung aus seinem Frankenkrimi "Mord am Walberla" passte genau zu Kirchehrenbach, auf dessen Hausberg sich die üble Tat abgespielt haben soll. In brillanter Weise verstand es der Arzt und Schriftsteller Wilkes das Publikum in seinen Bann zu ziehen. Denn es war alles andere als eine schlichte Lesung. Mit unglaublich viel schauspielerischem, kabarettistischem und humoristischem Talent begeisterte er die Zuhörerinnen und Zuhörer. Die Passagen aus dem Text, in dem der "Gerch" aus Möhrendorf den Toten abgeben musste, wurden durch die Gestik und Mimik des Autors derart lebendig vermittelt, dass die Anwesenden von Anfang bis Ende mitfieberten.
 
Das Besondere des Abends lag auch darin, dass Johannes Wilkes seine Lesung immer wieder unterbrach, um das Publikum ins Geschehen mit einzubeziehen durch Fragen zur Fortsetzung der Handlung oder zur Beurteilung einzelner Personen. Dass der Autor  Hinweise auf weitere Kriminalfälle zum Beispiel in Erlangen oder in Fürth einfließen ließ, quittierte die Zuhörerinnen und Zuhörer oft mit Lachsalven. Da verstieg er sich in die Darstellung des Mordes in der Zinkbadewanne oder in die akribische Beschreibung der Ermordung eines Ehegatten durch eine raffinierte Ehefrau.
 
Wie sehr der gebürtige Dortmunder Wilkes seine fränkische Wahlheimat liebt, spürte man an seinen redlichen Versuchen, fränkisch zu sprechen. Das "Allmächd naa" kam ihm fließend über die Lippen, und was er den Stammtischbrüdern des am Walberla ermordeten "Gerch" in den Mund legte, klang fast perfekt fränkisch. Es gebe halt leider keinen Unterricht zum Erlernen der fränkischen Sprache bei der VHS Erlangen, entschuldigte er sich, da helfe ihm das Angebot von 25 sonstigen Sprachkursen nicht weiter.
 
Ob es übrigens tatsächlich Mord war oder vielleicht doch nur ein Unfall, wie der Gerichtsmediziner Krautwurst glaubte, erfuhr beim Sponsel niemand. Deshalb fanden die Taschenbücher, die der Autor mitgebracht hatte, großes käufliches Interesse.
 
Der kurzweilige Abend erfreute die Initiatoren sehr. Gisela Kräck vom Arbeitskreis "Soziales" und Roland Albert, Kinder- und Jugendpsychiater und Berufskollege von Johannes Wilkes, waren überrascht von der Spendenfreudigkeit des Publikums. Der stolze Betrag von 400 Euro soll der Kirchehrenbacher Kindertrachtengruppe der "Stäudla" zugute kommen, die mit ihren Tänzen jährlich das Walberlafest eröffnet.


Laurenz Kuhmann führt weiter die SPD

Die diesjährige Jahreshauptversammlung des SPD-Ortsvereins Kirchehrenbach fand diesmal im Gasthaus Sponsel statt. Nach der Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden Laurenz Kuhmann gab es von ihm  einen kurzen Rückblick auf das letzte, erfolgreiche Jahr.

Kuhmann lobte  die zahlreichen Aktionen, die wohl einzigartig im Ort sind. Besonders erfreulich ist die Tatsache, dass dieses Jahr  nach langer Zeit wieder ein Garagenflohmarkt durchgeführt werden konnte.

Aktuell besonders bitter war für ihn jedoch der Wahlausgang der Landtagswahl. Jedoch fehlte auch der  Rückenwind aus Berlin. Man müsse die Wahl genau analysieren.

Die SPD-Kirchehrenbach, die derzeit 35 Mitglieder zählt,   ist im Ort präsent.  Kuhmann beendete sein Resümee auch  mit einem Dank an die SPD-Bürgergemeinschaft, die eine tragende Stütze für die Arbeit im Ortsverein ist.

Danach bescheinigten Hans Friedel und Elke Albert als Revisoren  dem Kassier Walter Jordan eine einwandfreie Kassenprüfung.  
 
Anschließend wählte man in geheimer Wahl Laurenz Kuhmann wieder einstimmig zum Ortsvorsitzenden. Als  Stellvertreter  wurden Claudia Götz und  Gerhard Hofmann gewählt.
Jordan Walter wurde wieder das Vertrauen als Kassier ausgesprochen. Als Pressesprecher wählte man wieder  Siegfried Adami.  Schriftführer ist Oliver Hieber. Beisitzer sind   Peter Magsam, Aykut Aslan, Raimund Albert und Anja Gebhardt. . 

Elke Albert,  Raimund Albert, Renate Kattenbeck und  Oliver Hieber wurden als Delegierte zur Kreisdelegiertenkonferenz  gewählt.

Bei der anschließenden Aussprache war natürlich  das Desaster bei der Landtagswahl das große Thema.   Die Bürgermeisterin Anja Gebhardt munterte ihre Parteimitglieder damit auf,  dass man nicht ständig jammern solle, sondern vielmehr nach vorne schauen soll. Mit der Gemeindearbeit in Kirchehrenbach kann man bei der SPD zufrieden sein. Zudem stellt die SPD  ja auch in  vielen Städten, wie München, Nürnberg, Erlangen, Fürth, Bamberg und auch Forchheim die Oberbürgermeister.   


Elke Albert äußerte,  dass es ohne die SPD in Kirchehrenbach noch keine Kindertagesstätte geben würde.
Zu dem Wahlerfolg der Grünen meinte Kuhmann:  Die Grünen zu  wählen,  kann man nur, wenn man es sich auch leisten kann.

Gerhard Hofmann gab auch zu bedenken, dass die Themen der SPD auf Landesebene  oft von anderen Parteien  übernommen wurden, wie z.B. die Abschaffung des G 8 oder die Kostenfreiheit der Kindertagesstätte. Diese Leute brüsten sich dann damit, dabei waren das eigentlich Anträge der SPD.

Rosi Hofmann las auch noch einen Brief vor, der die derzeitige Situation und den Wahlkampf der SPD kritisiert. Das Schreiben, das auch bei den Mitgliedern des  Ortsvereines  Kirchehrenbach Unterstützung fand, soll an  SPD Landespolitiker weitergeleitet werden. 


Ein Lehrstück der Demokratie - der Kinofilm "Wackersdorf"

An einem Mittwochabend besuchten sechs Frauen der SPD- Bürgergemeinschaft  im Forchheimer Kino den neu produzierten Film "Wackersdorf". Für die Jüngeren ist der Ort in der Oberpfalz mit keinen persönlichen Erlebnissen verbunden, die Älteren aber erlebten Mitte der 80er Jahre den Kampf um die atomare Wiederaufbereitungsanlage oft hautnah. 
Unter die Haut ging buchstäblich alles, was der Film in ruhigen Bildern zeigt: den Aufstand einer einst braven, für dumm verkauften Bevölkerung gegen die bayerische Staatsmacht und
-sehr beeindruckend - die Entwicklung des roten Landrates Hans Schurier vom unbekümmerten Fortschrittsgläubigen zum aktiven Gegner der Atomlobby und der CSU-Regierung unter Franz Josef Strauß, der sich weder von bayerischen Ministerpräsidenten noch von einem eigens gegen ihn erlassenen Gesetz ("Lex Schurier") einschüchtern lässt.Der Film zeigt auch, wie Freundschaften und Ehen im Kampf um die WAA zerbrechen und wie brutal die Polizei gegen Demonstranten am Bauzaun vorgeht, gedeckt durch einen respektlosen Staatsapparat.
Tief berührt vom Engagement der Oberpfälzer und ihres Landrates, das infolge der Katastrophe von Tschernobyl erfolgreich war,  verließen die Frauen das Kino.
Der Film sei allen aufrichtigen Demokraten wärmstens empfohlen!