Jahresabschlusssitzung vom 27.12.2013

Sehr geehrte Bürgermeister,
sehr geehrte Damen und Herren des Gemeinderates,

Das Jahr 2013 ist nun fast vergangen und heute findet die letzte Sitzung des Jahres 2013 statt. Ich kann für das Jahr 2013 feststellen, dass wir wie in den vergangenen Jahren auf ein arbeits- und auch erfolgreiches Jahr zurückblicken können. Ja, nicht nur auf das letzte Jahr sondern auf die letzten 6 äußerst erfolgreichen Jahre. Der Gemeinderat begeht heute in dieser Zusammensetzung seinen letzten gemeinsamen Jahresschluss in dieser Amtsperiode.
An dieser Stelle möchte ich ausdrücklich meinen Dank an den Gemeinderat aussprechen. Auch wenn es nun im Wahlkampf von einigen Gemeinderatsmitgliedern immer wieder betont wird, dass hier in diesem Gremium nur Parteipolitik und keine gemeinsame Arbeit stattgefunden hat, betone ich heute ausdrücklich, dass diese Behauptungen falsch sind. Wir haben in den letzten 6 Jahren eine sehr gute, eine für Kirchehrenbach voranbringenden Arbeit geleistet, die ich heute hier noch einmal besonders herausstellen werde. Denn diese Arbeit und das Erreichte der letzten 6 Jahre, wäre nicht möglich gewesen, wenn wir dies nicht miteinander entwickelt und umgesetzt hätten.

Wir haben einen florierende Kindertagesstätte, meine Damen und Herren. So florierend, dass wir nun in diesem Jahr eine Generalsanierung mit Erweiterung der Krippe um weitere 12 Plätze beschlossen haben.
Im Jahr 2008 hat das Erfolgskonzept mit der Integration einer Krippe in unserem Kindergarten begonnen. Damals von einigen Gemeinderatsmitgliedern noch misstrauisch beäugt, dass dieser Fortschritt im Kindergarten angenommen wird, können wir nun auf einen völlig ausgebuchte Kindertagesstätte blicken, obwohl die Geburten nicht mehr geworden sind. Wir haben einen festen Personalstamm, dieses Team verrichtet mehr als tüchtig und selbstständig seine Arbeit.
Der Umzug der Kindertagesstätte in die Grundschule, war ein Kraftakt, der sowohl vom Kindergartenteam, als auch vom Bauhof perfekt gestemmt wurde. An diesen Umzug bin ich herangegangen mit der Vorstellung, dass es klappen muss, und es hat mit diesem Team hervorragend geklappt. Wir konnten sowohl die Auflagen der Gemeindeunfallversicherung erfüllen, als auch die Auflagen des Landratsamtes durch die Überprüfung von Fr. Henschel hervorragend erfüllen. Auch dies hat nur funktioniert, weil die Zusammenarbeit mit den Behörden und nicht gegen die Behörden stattgefunden hat. Bis in den Sommer 2014 soll die Generalsanierung abgeschlossen sein und der Betrieb der Kindertagesstätte wieder an seinem ursprünglichen Platz stattfinden. Daran wird auch kräftig gearbeitet, denn vor ein paar Minuten haben wir erst in nichtöffentlicher Sitzung die Vergabe der Fenster besprochen. Die Fensterbauarbeiten wird die Firma Sponsel in Höhe von 63.529,34 € erhalten.
Schule:
- Unsere Schule hat mit Anette Beilker eine neue Rektorin erhalten, die unsere Schule und auch unseren Schulstandort mit neuem Leben erfüllt. Von ihrer couragierten und engagierten Art verspreche ich mir sehr viel. Auch sie musste in einer ihrer ersten Amtshandlungen den Umzug der Grundschule ins Mittelschulgebäude mitstemmen. Durch viele Gespräche konnten kleine Widrigkeiten sofort aus dem Weg geräumt werden und mittlerweile läuft der Betrieb Kindertagesstätte und Schule harmonisch miteinander. Dass diese Situation nur von vorübergehender Dauer ist, ist ein Muss, denn die Platzsituation mit der Grundschule im Mittelschulgebäude bringt die Schule an ihre Grenzen. Durch die offene Ganztagesschule und die Mittagsbetreuung, welche beide sehr gut angenommen werden, sind die Räumlichkeiten einfach begrenzt. Es ist aber auch gut so, denn es spricht für sich, dass die Angebote so gut angenommen werden.
- Danach stehen Überlegungen an, wie es mit dem Grundschulgebäude weitergehen wird und welche Sanierungsmaßnahmen in Angriff genommen werden müssen.

Friedhof:
- Ein großes Projekt, welches nun fast abgeschlossen ist, ist die Friedhofserweiterung. Dass dies nötig war, zeigt die die Belegung nach bereits kurzer Zeit. Auch hier hat der Gemeinderat in seiner Gesamtheit wohlüberlegt gehandelt und auch umgesetzt. Eine Erhöhung der Gebühren musste leider in Kauf genommen werden, wurden aber auch gleich sowohl dem laufenden Unterhalt, als auch den durch die Erweiterung des Friedhofes entstandenen Umständen entsprechend angepasst. Der neue Friedhof hat nun folgende Grabflächen:
- 34 Urnengräber, die mit 2 oder 4 Urnen belegt werden können
- 25 Einzelgräber
- 50 Familiengräber
- 20 Kindergräber
- Kosten liegen bei rund 360.000 €. Geschätzt wurden 338.000,00 €, wobei noch ein zusätzliche Zufahrt zum hinteren Kompost gebaut wurde. Auch der Zaun war noch nicht in den Schätzkosten enthalten, aas alleine schon Kosten über 10.000,00 € verursacht hat.

Breitband:
- Auch die Breitbandverlegung in Kirchehrenbach wurde in den letzten 6 Jahren in Angriff genommen und abgeschlossen. Hier wurde ein großer Schritt in die Zukunft gemacht. Wir haben als Kommune zwar viel Geld investiert, aber dies war eine sehr wichtige Investition um unseren Ort auch weiterhin attraktiv zu erhalten. Obwohl Kirchehrenbach bereits teilweise mit Kabel Deutschland grundversorgt war, hat Kabel Deutschland bei der damaligen Ausschreibung nicht mitgeboten. Hier hat damals die Telekom den Zuschlag erhalten.

Turnhallen und Hallenbad:
Unsere Veränderungen für die Turnhalle wurden mittlerweile vom Landratsamt genehmigt. Auch hier laufen die Angebotsabfragen für die Umsetzung der geplanten Veränderungen. Auch das Hallenbad wurde von einem Ingenieur auf Standfestigkeit untersucht. Diese Ergebnisse müssen nun ausgewertet werden, damit wir weiter überlegen können, wie mit den Räumlichkeiten des ehemaligen Hallenbades weiter verfahren werden kann.
Feuerwehr:

- In dieser Amtsperiode war der Neubau unseres Feuerwehrhauses ebenfalls ein Projekt, wo in die Zukunft unseres Ortes investiert wurde. Durch diesen Neubau haben wir ein Vermögen von über 1.250.000,00 € geschaffen. Dieses bleibt uns mindestens die nächsten 30 bis 40 Jahren erhalten, es kommen keine teuren Nachinvestitionen auf uns zu.
3 Flächennutzungsplanänderungen und 2 Bebauungspläne haben wir in Angriff genommen um für künftige Bauprojekte den Weg zu ebnen. „Am Ehrenbach, Sonnengarten und im künftigen Gewerbegebiet „ Im langen Graben“ darf nun gebaut werden. Gerade für den Erhalt unseres THW Standortes war der Bebauungsplan „Im langen Graben“ sehr wichtig. Im Frühjahr 2014 kann mit dem Bau der Erschließung begonnen werden. Das THW will zeitgleich mit den Erdbewegungen des künftigen Baus beginnen. Auch hier entsteht ein Stück Zukunft.
Bauhof:
- Sehr gute Arbeit unter der Leitung von Rudi Knörlein
- Umzug der Kindertagesstätte hervorragend gemeistert

Baugebiet Hutweide

- Das Baugebiet Hutweide, welches noch in der letzten Amtsperiode beschlossen wurde, ist so gut wie abgeschlossen. Durch den Brückenbau ist nun die Verbindung zur Pfarrstraße und der Straße zur Ehrenbürg wieder hergestellt worden. Die Baustelle hat sich zwar hingezogen, doch können wir froh sein, dass nicht am ursprünglich geplanten Termin angefangen wurde, denn das Hochwasser, welches wir Ende Mai hatten, wäre meiner Meinung viel schlimmer ausgegangen, wenn mit dem Bau schon begonnen worden wäre. Wir hatten zwar auch während der Bauphase einige kritischen Momente mit steigendem Wasser, die aber durch sofortiges Eingreifen der Baufirma zu keinen weiteren Schaden geführt haben.

Wasserversorgung:
- Preis stabil
- Abrechnung kann nun in Angriff genommen werden.
Jugendarbeit:
- Schade, dass wir keinen Jugendpfleger haben, da dieser dringend benötigt wird.
- Unsere Jugend braucht wieder eine Stätte, wo sie sich aufhalten darf und wo sie sich vor allem wieder erwünscht fühlt. Dies ist ein Ziel welches in der nächsten Zeit unbedingt angegangen werden muss. Wir können unsere Jugendlichen nicht mit 13 einsperren und mit 20 wieder rauslassen. Sie sind da und wir müssen für Sie einen Platz schaffen!
Wald:
- Die Waldwirtschft ist auch ein wichtiger Aspekt in unserer Gemeinde. Auch wenn der Wald an einigen Stellen keinen schönen Eindruck macht, muss man dennoch bedenken, dass sich bei Waldarbeiten der Wald in eine Baustelle verwandelt. Diese löst sich aber nach Beendigung der Arbeiten wieder auf und wir können auf einen verjüngten Wald, der nun besser nachwachsen kann, blicken. Diese Waldarbeiten sind für die Zukunft unseres Waldes sehr wichtig. Die Rechtler erledigen nach wie vor die Mittelwaldbewirtschaftung. Die Zusammenarbeit wird von gegenseitiger Wertschätzung und Vertrauen getragen und klappt wunderbar.
Finanzbericht:
- Im Jahr 2013 haben wir eine Zuführung vom Verwaltungshaushalt in den Vermögenshaushalt in Höhe von 695.000,00 €. Die Gemeinde kann zum 31.12.2013 auf Mehreinnahmen von 395.000,00 € blicken. Diese Steigerung ist hauptsächlich auf die Mehreinnahmen der Gewerbesteuer zurückzuführen. Die mit 200.000,00 € im Haushaltsplan 2013 angesetzt auf 405.400,00 € gestiegen ist. Auch die angesetzte Einkommensteuer stieg um fast 100.000,00 €.
- Ein Darlehen wurde in Höhe von 128.000,00 € zu 0,14% Zinsen aufgenommen
- Der Schuldenstand betrug Anfang des Jahres 289,58 €. Der Schuldenstand am Ende des Jahres liegt bei ca.346,39 €. Die Schulden wurden gemeinsam vom gesamten Gemeinderat gemacht, aber es wurde auch gemeinsam Vermögen aufgebaut!
- Seit 2008 wird das Vermögen, welches wir aufgebaut haben nicht mehr im Haushaltsplan ausgewiesen. Aber wenn wir selber nachrechnen, kommt man auf ein Vermögen von über 2,33 Mio. Euro, welches ab 2008 aufgebaut wurde!
Senioren
- Mtl. Veranstaltungsprogramm wird geboten
- Es war wieder eine gut besuchte Weihnachtsfeier.
- Was in diesem Jahr hinzugekommen ist, ist die Gründung des Seniorenvereines “Ehrenbürg“. Hiermit wurde eine Basis geschaffen, die es älteren Mitbürgern ermöglicht, so lange wie möglich daheim zu bleiben. Es war eine sehr weise Entscheidung der Gemeinde, diesem Verein beizutreten und ihn somit zu unterstützen.
Hochwasserschutz:
- Für den Hochwasserschutz für Kirchehrenbach wurden bisher schon 22.300,00 € ausgegeben, es werden noch weitere ca. 6.000 € ausgegeben werden.
- Der Bayerische Gemeindetag hat der Gemeinde für Beseitigung von Hochwasserschäden eine Unterstützung von 5.000,00 € zukommen lassen.