SPD-Veranstaltung zum Volkstrauertag: Bekenntnis zum Frieden


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Volkstrauertag 2014

Volkstrauertag 2014
Im vollbesetzten Nebenzimmer des Gasthauses Sponsel veranstaltete die Kirchehrenbacher SPD-Bürgergemeinschaft  anlässlich des diesjährigen Volkstrauertages eine Gedenkfeier zum Ausbruch des 1. Weltkrieges vor 100 Jahren. Gisela Kräck, die Leiterin des Ausschusses für Soziales, begrüßte die Gäste, indem sie die Gründe für das Erinnern erläuterte. Roland Albert eröffnete mit dem Lied "Zogen einst fünf wilde Schwäne ...", einem sehr melancholischen Antikriegslied, den Nachmittag.
Mit verteilten Rollen lasen Elke Albert, Gisela Kräck, Roland Albert, Rosi Hofmann und Oliver Hieber Ausschnitte aus der Geschichte des 1. Weltkrieges. Zu jedem Kriegsjahr von 1914 bis 18 und zu den beiden Folgejahren trugen sie Textstellen aus Briefen, aus Feldpostkarten, Schilderungen von Augenzeugen und Soldaten und vor allem namentlich die Schicksale der 32 gefallenen und mehrerer vermisster junger Soldaten vor, die aus dem Dorf Kirchehrenbach in Gefechten, in Schützengräben oder in Lazaretten zu Kriegsopfern wurden. Weitere Lieder, begleitet von der Gitarre, unterbrachen die Lesungen ("Ich bin Soldat, doch bin ich es nicht gerne ...", "Mutter Courages Lied", begleitet auf der Trommel von Detlef Kräck, "Sag mir, wo die Männer sind....." und andere).

Dass die Vergangenheit in die Gegenwart hineinreicht, machte eine Besucherin der Veranstaltung aus dem Nachbarort Weilersbach deutlich, die ein Paket von Originalbriefen und Sterbebildern von Soldaten aus dem 1. Weltkrieg zeigte und betonte, wie eindringlich darin die Schrecken des Krieges in Worte gefasst sind. Die erschütternde Bilanz des Krieges kam sowohl in Erich Maria Remarques Gedicht "Verdun, viele Jahre später" als auch in den nüchternen Zahlen der Kriegsopfer, der Verstümmelten, der Toten, der für ihr Leben körperlich und seelisch gezeichneten Männer zum Ausdruck. Das konnte nur zur Einsicht führen: Nie wieder Krieg!
Während an der Wand die Fotos der gefallenen Kirchehrenbacher erschienen, erklang das Lied "We shall overcome ..." in der Hoffnung auf einen dauerhaften Frieden zwischen den Völkern.