Jahresschlußsitzung vom 29.12.2014

Sehr geehrte Bürgermeister,
sehr geehrte Damen und Herren des Gemeinderates,

Das Jahr 2014 ist nun fast vergangen und heute findet die letzte Sitzung des Jahres 2014 statt.
Ich kann für das Jahr 2014 feststellen, dass wir wie in den vergangenen Jahren auf ein arbeits- und auch erfolgreiches Jahr zurückblicken können.
Begonnen hat das Jahr mit unserem Neujahrsempfang, der wie immer sehr gut besucht war. Geprägt war der Beginn des Jahres mit der Kommunalwahl 2014.
Ich habe die meisten Stimmen als Bürgermeisterin erhalten, der erneute Vertrauensbeweis der Kirchehrenbacherinnen und Kirchehrenbacher hat mich sehr gefreut!
Wir sind ein neues Gremium, ein verjüngtes Gremium und auch ein weiblicheres Gremium geworden.
Persönlich finde ich, dass wir einen sehr guten Start miteinander in die neue Legislaturperiode hingelegt haben.
Man hat sich gegenseitig beschnuppert und kennengelernt. Es hat sich eine gute Zusammenarbeit entwickelt und ich würde mich sehr freuen, wenn sich dieser Arbeitsmodus über die nächsten Jahre fortführen kann.
An dieser Stelle möchte ich ausdrücklich meinen Dank an den Gemeinderat aussprechen.
Unsere Klausurtagung im November hat gezeigt, dass wir alle ziemlich auf der gleichen Wellenlinie liegen, was unserem Ort nur zu Gute kommen kann. Lasst uns die zukünftigen Projekte gemeinsam entwickeln. Dafür sind wir gewählt und dafür sollten wir auch zum Wohle unseres Dorfes einstehen.

Kindertagesstätte:
Wir haben eine florierende Kindertagesstätte. Ich freue mich, dass unsere Generalsanierung nun abgeschlossen ist und wir bereits die Einweihung feiern konnten. Mein Dank gilt hier ganz besonders dem Kindergartenteam und dem Bauhof, die ein sehr stressiges Jahr 2014 wegen der Sanierung hinter sich haben.
Unsere Kostenschätzung beläuft sich auf 1.510.000,00 € die wir auch einhalten werden. Man kann sogar davon ausgehen, dass wir drunter bleiben. Im Augenblick wurden ca. 1.100.000,00 € ausgegeben. Wir werden eine Förderung in Höhe von 798.600,00 € erhalten.

Schule:
Unsere Grundschule wird nun in den Weihnachtsferien wieder ihre alten Räumlichkeiten aufsuchen. Viele Wünsche seitens der Lehrer haben sich bereits aufgetan, was am Grundschulgebäude verbessert werden soll. Es wird erst einmal nur das Notwendigste renoviert, bevor eine Entscheidung getroffen wird, wie es weitergeht und ob die GS in das MS-Gebäude komplett integriert wird bzw. werden kann.
Ein großer Wunsch ist die Erneuerung des Nachtspeicherofens in der Mittelschule. Hier wird durch das Büro Windisch ermittelt in welcher Größenordnung wir eine Heizanlage bauen müssten um unseren kompletten Schul- und Sportbereich mit einer Heizzentrale zu versorgen.
Unsere Schulen sind also eine der nächsten größeren Baustellen, die wir in Angriff nehmen müssen.
Friedhof:
Hier haben wir unsere Hausaufgaben gemacht. Die Friedhofserweiterung ist abgeschlossen. Jetzt müssen nur noch die Wege im alten Friedhof gerichtet werden. Dies geschieht im Rahmen des Ausbaus unseres neuen Gewerbegebietes.
Auch der Beschluss des Gemeinderates, anonyme Urnengräber in unsrem Friedhof aufzunehmen war eine weise Entscheidung. Dies wird die Zukunft uns zeigen.
Breitband:
Unser Breitbandpate Siggi Adami, hat sich bereits mit dem restlichen Ausbau der Bandbreite auf mindestens 30 Mbits auseinandergesetzt und Gespräche geführt. Wir sind nicht in der Eile dies sofort umzusetzen, da wir hier im Großen und Ganzen sehr gut versorgt sind.
Turnhallen:
Für die Turnhalle sind bereits die Ausschreibungen im Herbst gelaufen, damit der Brandschutz verbessert werden kann. Leider war die Ausschreibung nicht erfolgreich, wir müssen diese Aufgabe im Januar erneut in Angriff nehmen.

Hallenbad:
Die evtl. Umnutzung unseres Hallenbades in ein Kletterparadies in der Hand der Firma „Erleben ist Lernen“ Eigentümer der Familie Werchau ist in die nächste Phase eingeschritten. Unter der Woche war ich sowohl mit den potenziellen Mietern, dem Architekten Rosbigalle und dem Brandschutzexperten Jaklin vor Ort, die die Pläne und die Umsetzung begutachtet haben. Da wir Eigentümer der Halle sind, soll auch die Gemeinde die Nutzungsänderung beantragen. Die Meinung der Experten war, dass die geplanten Änderungen ohne größere Probleme machbar seien. Die Verwirklichung wäre ein großer Schritt für die Zukunft und Attraktivität des Ortes. Ich freue mich wenn alles klappt und das ehemalige Hallenbad mit einer neuen Attraktion aufwarten kann.

Feuerwehr:
Unsere Feuerwehr kann nächster Zukunft mit einem neuen Feuerwehrauto HLF 20 die Einsätze meistern. Diesen Beschluss hat bereits das neue Gremium beschlossen. Dies war keine leichte Entscheidung, dennoch musste eine Entscheidung getroffen werden. E5 Motor- E6 Motor ich denke einem Jeden sind die Zahlen noch im Kopf. Der Herr Wattenbach von der Firma IBG stellt die Ausschreibungsunterlagen zusammen. Wir gehen von einem Anschaffungspreis von um die 400.000,00 € aus.
Die digitalen Funkgeräte werden auch vom Landratsamt mitausgeschrieben.
Ein herzliches Dankeschön an den 1. Und 2. Kommandanten, die sich unentwegt für die Sicherheit in unserem Ort einsetzen.
 
Bauhof:
Der Bauhof leistet sehr gute Arbeit unter der Leitung von Rudi Knörlein. Er ist aktuell mit 3 Vollzeitkräften und 2 Aushilfen besetzt.

Baugebiet Hutweide:
Die letzten Rechnungen aus dem Baugebiet wurden in diesem Jahr noch versandt. Somit ist das Baugebiet Hutweide abgeschlossen.
Die Entscheidung über die Straßensanierung in der Füllsackstraße liegt dem Landratsamt noch nicht vor. Dies wird lt. Verwaltung erst im nächsten Jahr vorgelegt.

Kneippbecken:

Das lang gewünschte Kneippbecken wurde 2014 realisiert und bereits eingeweiht. Es macht zwar sehr viel Arbeit, erfreut sich aber auch der Beliebtheit der Touristen und der Bevölkerung.

Wasserversorgung:
Der Wasserpreis ist stabil.
Wir haben im Jahr 2014 ein Minus in Höhe von 20.339,00 € erwirtschaftet. Dies ist u.a. Wasserrohrbrüche und diversen kaputten Wasserschieber entstanden, mehr Bauhofstunden, die Stromerhöhung und die vielen Trinkwasseruntersuchungen haben dazu geführt.
Jugendarbeit:
Es ist schade, dass wir keinen Jugendpfleger haben, da dieser dringend benötigt wird.
Unsere Jugend braucht wieder eine Stätte, wo sie sich aufhalten dürfen und wo sie vor allem wieder gewünscht fühlen. Dies ist ein Ziel, welches in der nächsten Zeit unbedingt erreicht werden muss. Wir müssen für die Jugendlichen einen Platz schaffen!
Wald:
Die Waldwirtschaft ist auch ein wichtiger Aspekt in unserer Gemeinde. Auch wenn der Wald während der Arbeiten an einigen Stellen keinen schönen Eindruck macht, muss man dennoch bedenken, dass diese Waldarbeiten mit Baustellen verglichen werden können. Dies löst sich aber nach Beendigung der Arbeiten wieder auf und wir können auf einen verjüngten Wald, der nun besser nachwachsen kann blicken. Diese Waldarbeiten sind für die ökologische und betriebswirtschaftliche Zukunft unseres Waldes sehr wichtig, durch die Mittelwaldbewirtschaftung der Rechtler profitiert die komplette Gemeinde. Die Zusammenarbeit wird von gegenseitiger Wertschätzung und Vertrauen getragen und klappt wunderbar.
Finanzbericht:
-    Im Jahr 2014 werden wir eine Zuführung vom Verwaltungshaushalt in den Vermögenshaushalt in Höhe von 550.000,00 € vornehmen. Die Gemeinde kann damit zum 31.12.2014 auf Mehreinnahmen von 175.000,00 € blicken. Diese Steigerung ist hauptsächlich auf die Mehreinnahmen der Gewerbesteuer  und der Einkommensteuer zurückzuführen. Die mit 250.000,00 € im Haushaltplan 2014 angesetzte GewSt ist auf 320.700,00 € angestiegen. Auch die angesetzte Einkommensteuer stieg um gute 60.000,00 €.
-    Der Schuldenstand betrug Anfang des Jahres 346,39 € pro Einwohner. Der Schuldenstand Ende des Jahres liegt bei ca.306,94 € pro Einwohner, womit er um ca. 40 € pro Einwohner reduziert werden konnte!
-    Es wurde ja Anfang des Jahres 2014 viel über Schulden im Wahlkampf diskutiert. Wenn man nun im Vergleich auf Gemeinden im Landkreis blickt, sind wir wirklich finanziell sehr gut aufgestellt!
-    Es wurde durch die Investitionen beträchtliches Vermögen für die Gemeinde geschaffen!
-    Aufgrund von EU-Vorgaben soll die Anlagenbuchführung Einzug in die Gemeinden halten. Diese soll die kammeralistische Buchführung ersetzen. Dies gilt es im Jahre 2015 weiterzuverfolgen, wie sich dieser Sachverhalt weiter entwickelt.
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Senioren:
-    Unseren Senioren wird ein attraktives monatliches Veranstaltungsprogramm geboten.
-    Seit Beginn dieser Amtsperiode hat die Gemeinderätin Ulrike Götz die Aufgaben der Seniorenbeauftragten als Ansprechpartner für die Senioren übernommen.
-  Es wäre schön, wenn sich auch jemand für die Jugend finden würde.
-  Die Weihnachtsfeier war wieder gut besucht.

Jahresstatistik:

Kirchehrenbach hat 2.346 Einwohner (Stand 1.12.14).
- Geboren wurden im Jahr 2014 29 Kinder (Stand 29.12.2014), davon sind 9 weiblich und 20 männlich
- Insgesamt gab es 14 Sterbefälle, davon 7 weiblich und 7 männlich

- Derzeit sind 175 Gewerbebetriebe gemeldet, davon zahlen 48 Gewerbesteuer.