Besuch des SPD-Landtagsfraktionsvize Dr. Thomas Beyer am 18.12.2009


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Mit dem SPD-Landtagsfraktionsvize Thomas Beyer wurden die Probleme rund um KIRCHEHRENBACH erörtert. Die Südumgehung Forchheim und ihre Folgen für Kirchehrenbach, war eines der Themen, das bei der Informationsveranstaltung der SPD-Bürgergemeinschaft mit  Thomas Beyer - dem Vizefraktionschef der SPD im bayerischen Landtag – im Gasthaus Sponsel diskutiert wurde.

Vor dem Hintergrund, dass die Kreis -SPD ihre Position - kein neuer Damm vor Gosberg quer durchs Wiesenttal und nach dem Schwedengraben zur B 470 - bereits festgenagelt hat, wurde dem Abgeordneten aus Lauf deutlich: „Jetzt schon bis zu 10 000 Fahrzeuge am Tag sind für Kirchehrenbach einfach zu viel“.
So appellierte Beyer auch an den SPD-Kreisvorsitzenden Reiner Büttner, über die betroffenen Gemeinden mit einer umweltverträglichen Lösung Druck zu machen, um bei der Fortschreibung des Bundesverkehrsplans nicht mit leeren Händen dazustehen. Die Nutzung der von den örtlichen SPD-Räten favorisierten Spange Wiesenthau -  Reuth,  mit einer Umgehung und nördlich einem Kreisverkehr in die B 470 könnte eine Variante sein.

Verbünde ohne pädagogisches Konzept

Ein brandaktuelles Thema war für die 20 Versammelten die Schulreform; nach Thomas Beyer nur ein „Befreiungsschlag“ von FDP-Kultusminister Ludwig Spaenle, wo mit Schulverbünden und mehr Verkehr ein Modell für die mittelständische Buswirtschaft entwickelt werde, ein pädagogisches Konzept jedoch nicht zu erkennen sei. Mit Sorge um die Finanzierung (laut Beyer beteiligt sich der Freistaat nur mit 60 Prozent am Mehraufwand für die Schülerbeförderung) aber persönlich noch mehr erschreckt über die schon jetzt fehlenden Lehrer, äußerte sich hier SPD- Bürgermeisterin Anja Gebhardt. Zwar stehe die Tendenz von Kirchehrenbach zu einem Hauptschulsprengel Ebermannstadt auf dem Papier, der Entscheid der Kommune stehe aber noch aus, so die Gemeindechefin. Mit der Breitbandversorgung – in Kirchehrenbach bisher schwach – brachte der Vorstand der SPD-Bürgergemeinschaft, Laurenz Kuhmann, ein weiteres Problem zur Diskussion. Nach einer noch laufenden Fragebogenanalyse seien 80 Prozent der Haushalte und Betriebe unterversorgt, bestätigte hier der Koordinator, SPD-Rat Siegfried Adami, der noch die Hoffnung hegt, über den Telekom-Knotenpunkt in Reuth zu einer Versorgung mit bis 6 Mbit zu kommen. Reiner Büttner setzt hier zunächst auf die kürzlich von Wirtschaftsförderer Andreas Rösch angestoßene Zusammenarbeit im Landkreis.

SPD als „Wadlbeißer“ genügt nicht

Zur Frage von Kuhmann: „Wo hakt’s bei der SPD, woran liegt es, dass die Partei bei den Wählern kein Gehör mehr fand“, hatte der Wahlkreisvertreter vom Nürnberger Land plausible Erklärungen: „Unsere Politik muss es wieder sein, die Menschen da mitzunehmen wo sie sind – in Bayern als Wadlbeißer aufzutreten genügt nicht“, Hartz IV und die Rente mit 67 hätten die Stammwählerschaft verunsichert. Nicht von heute auf morgen, aber mit einer „Politik der kleinen Schritte“ könne es gelingen, verspieltes Vertrauen wieder zu gewinnen. Große Hoffnung setzt Thomas Beyer dabei auf den neuen Parteivorsitzenden Siegmar Gabriel. „Besinnt euch auf eure Kraft ...“, schrieb der gleichzeitige Landesvorsitzende der AWO in das von Lisa Hofmann für den SPD-Ortsverein Forchheim vorgelegte Buch über Willy Brandt. Auf die eigene Kraft verlassenen hätten sich die Kirchehrenbacher Genossen von Anfang an, bemerkte einer aus der Bürgergemeinschaft, aber wenn dann doch mal Fragen sind, steht Dr. Thomas Beyer bereit.