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Ferienprogramm 2019

Ferienprogramm 2019

Karate für den Alltag lernen. Das Shotokan-Karatezentrum Forchheim machte es möglich. Und der KiAi Schrei war nach einigem Üben am Sportzentrum der Wiesentmühle nicht zu überhören. Mehr als 20 Teilnehmer waren begeistert beim Kinderferienprogramm der SPD-Bürgergemeinschaft: Kinder lernen spielerisch Karate, auch wenn die Technik zum Einstieg in Karate ungewohnt und anstrengend-schweißtreibend war und jede Menge Körperbeherrschung erforderte. Warum wird die Selbstverteidigung für Kinder immer wichtiger? Die Antwort: Es ist wichtig, dass Kinder lernen, Grenzen für sich zu ziehen und diese auch zu behaupten. Die Sinne der Kinder müssen geschärft werden, sodass sie gefährlichen Situationen schon frühzeitig aus dem Weg gehen können. Karate schult auch das Gespür für ein respektvolles Miteinander. Selbstverteidigung Kinder Karate. Laurenz Kuhmann dankte in seinem Grußwort den fünf Gürtelträgern verschiedener Gürtelgrade des 1.Shotokan-Karatezentrums Forchheim (Pilatusring 8 b), die Karate für Anfänger erlebbar machten. „Es ist ein langer Weg um alle Dan–Grade (Dan bedeutet Stufe) zu erreichen. Und der Dan-Träger strebt im Laufe der verschiedenen Meistergrade zur Perfektion. Die letzte Stufe eines lebenden Karateka ist der 10.Dan,“ erklärt die Jugendbeauftragte Jutta Zimmermann, selbst Trägerin des 3.Dan (= schwarzer Gürtel), die verschiedenen Farben der Gürtelträger. Weiß – gelb – orange – grün – blau – braun – schwarz ist die Reihenfolge der Gürtelfarben. Hans Rosemann (2.Dan, Wettkämpfer, Bayerischer Vizemeister), Holger Broll (1.Dan), Daniel Beck (9. Kyu/Schüler Grad), Hannah Groß (6.Kyu mit Grüngürtel) unterstützten die Jugend-beauftragte Jutta Zimmermann des 1. Shotokan-Karatezentrums Forchheim beim Erlernen der richtigen Körperhaltung und Ausführung der verschiedensten Übungen. Karate ist eine defensive Kampfsportart Was darunter zu verstehen ist, erlebten die begeisterten Teilnehmer in einem zwei-stündigen Schnupper-Trainingsprogramm. „Das Gebot der Stunde des ausgewöhnlichen SPD Ferienprogramms war auch, für Karate die Lust zu wecken und für Kinder erlebbar zu machen, wie die Macht und das Selbstbewusstsein der Kinder gestärkt werden kann“, so Laurenz Kuhmann. Das Kind erhält mit Karate das Gefühl, mit seinen Ängsten und Unsicherheiten ernst genommen zu werden. Wie die Macht und das Selbstvertrauen der Kinder gestärkt werden kann, wurde aktiv trainiert beim SPD Kinderferienprogramm am Sportzentrum an der Wiesentmühle. So mussten das Gehen, jeder Schritt, jede Arm- und Handbewegung präzise erarbeitet werden. Das war nicht immer einfach, aber es machte Spaß, denn die Jugendbeauftragte Jutta Zimmermann begeisterte mit der Vielfalt der Übungen, die es für Karate braucht. Das Training beginnt mit einer höflichen Begrüßung, eine Verbeugung. Deutlich wurde, dass Karate eine Kampfkunst ist. Die verschiedenen Gürtelgrade beginnen mit der höchsten Zahl, dem 9. Kyu (Schülergrad) und enden bei der niedrigsten Zahl, dem 1. Kyu. Erst wenn der Anfänger alle Gürtelgrade durchlaufen hat, hat er die Chance, seinen 1. Dan Grad, den Meistergrad abzulegen. Auf einem Bein stehen und mit dem anderen Bein einen Tritt auszuführen: Au weia, gar nicht so einfach wie es aussieht! Links, rechts hinknien, Augen schließen. Rechte Hand, linke Hand, vorne vorbeugen, aufstehen ohne abzustützen. Aufwärmen, laufen, rechten Arm kreisen, linken Arm kreisen, Fuß hoch, Karate Faust machen, zu jeder Bewegung gibt es eine Gegenbewegung. Boxen, aber nicht berühren. Und dann der „Kampfschrei“ KiAi (Ki =Energie, Ai=Harmonie). Auch der musste mehrfach geübt werden. Nicht leise, nicht zärtlich, nicht ängstlich. Aggressiv und vor allen Dingen laut. Mit dem KiAi Schrei gilt es den Gegenüber beeindrucken. Er wird immer mit jeder Technik gemacht. Und dann, als er eingeübt war, hallte laut und unüberhörbar bis ins Dorf der KiAi-Schrei bei jeder weiteren Übung. Auch beim Fauststoßen zum Bauch oder beim Treffen des Schlagpolster mit dem Fuß. Dabei wurde deutlich, das A und O im Karate ist das Gleichgewicht. Auf einem Bein stehen und mit dem anderen Bein einen Tritt ausführen ist ganz schön anstrengend. Für die nötigen Erholungsphasen waren Oli Hieber, Katja Hofmann und Elke Albert ausreichend bevorratet und erfreuten die Karate-Schnupperer mit Pizzaschnecken, Muffins und jede Menge wohltuender Säfte. Groß war der Applaus als Danke für das mehr als zweistündige Schnuppertraining am Sportgelände der Wiesentmühle. Und der höfliche Abschied wie bei der Begrüßung war eine gekonnt gelernte Verbeugung.


Anja kanditiert wieder


Auf dem politschen Frühschoppen mit gesponsertem Weißwurstessen gab die Bür-germeisterin für die Kommunalwahl am 15. März 2020 die Devise aus: Wahl-werbung statt Wahlkampf, denn ein fairer Umgang mit Andersdenkenden wird garantiert. Standing Ovations gab es für den Gitarristen Lukas Erlwein (13), der die gelungene SPD-Auftaktversammlung mit Bürgermeisterin Anja Gebhardt und den SPD Gemeinderäten musikalisch umrahmte. Die Kandidaten der SPD-Bürger-gemeinschaft, die Mehrheit ohne Parteibuch, zeigten auf, wo den Kirchehrenba-chern der Schuh drückt.
Fraktionssprecher Laurenz Kuhmann freute sich über die vielen neuen Gesichter im gut besuchten Brieftaubenheim und hieß zahlreiche, an der Kommunalpolitik interessierte junge Bürgerinnen und Bürger herzlich willkommen. Die Liste der SPD-Leistungen seit 2008 im Kirchehrenbacher Gemeindeparlament sei sehr umfangreich, die Politik der SPD-Bürgerge-meinschaft charakterisierte er als sehr effizient und stets auf eine wirtschaftliche und spar-same Gemeindepolitik ausgerichtet.
Bürgermeisterin Anja Gebhardt meinte „…mit der SPD wurde seit 2008 ein positiver Klima-wandel in der Dorfpolitik Kirchehrenbachs herbei geführt…“. Die Bürgermeisterin sieht die bevorstehende Zeit bis zum 15. März 2020 nicht als Wahlkampf, sondern als Wahlwerbung für eine zukunftsorientierte Gemeindepolitik. Es geht ihr um Sicherheit für Jung und Alt, um ein Füreinander und Miteinander, wobei die Bedürfnisse aller Bürgerinnen und Bürger im Mittelpunkt der Politik stehen müssen. Ihre Zielsetzung ist ein weiterhin friedvolles, fränki-sches Dorfleben, wie es seit 2008 die Gemeindepolitik prägt. 
Die Bürgermeisterin nannte als Brennpunkte der zukünftigen Dorfpolitik die Bereiche Schul-sanierung, Verwendung des Hallenbad- und Grundschulgebäudes, Erweiterung der Kinder-tagesstätte, Umbruch des Waldes, Trinkwasserversorgung, Friedhofgestaltung, Jugendraum, Gemeindestraßen-Kataster, Seniorentagesstätte und anderes mehr. „Eine bereits in Auftrag gegebene Sozialraum-Analyse soll Aufschluss geben über die Bedürfnisse und Notwendig-keiten der stetig wachsenden Zahl unserer Seniorinnen und Senioren.“
Gemeinderat Rainer Gebhardt zeigte die vielfältigen Möglichkeiten auf, um sich in der SPD- Bürgergemeinschaft für eine erfolgreiche Dorfpolitik einzubringen. Dies sind die Arbeitskrei-se Verkehr – Energie – Soziales – Öffentlichkeitsarbeit. „Da muss man auch nicht Mitglied der SPD sein.“ Im Detail informierte er über den bevorstehenden, umfangreichen Termin-plan und erläuterte die Arbeitsschwerpunkte für die Wahlwerbung bis zum Wahltag.
In der persönlichen Vorstellungsrunde  verschiedener Erstwähler und junger Erwachsener wurde deutlich, was aus deren Sicht für die Zukunft des Dorfes wichtig ist und welche Schwerpunkte zur Mobilität, Lebensqualität und digitalen Zukunft von der nachkommenden Generation von einer zukunftsorientierten Politik erwartet werden. Spontan sagten sie zu auf der Liste der SPD- Bürgergemeinschaft für den Gemeinderat zu kandidieren. 


Kunstgenuss in der fränkischen Heimat - die Lillinger Marienkapelle

Die erste Kultur+Natur-Wanderung 2019 der SPD-Bürgergemeinschaft Kirchehrenbach führte eine stattliche Gruppe Interessierter zunächst zur Wegkapelle St. Marien auf die Lillinger Höhe. Deren Innenraum wurde vor 50 Jahren vom Maler Wendelin Kusche (1926-2003) vollständig ausgemalt.
Mit dabei war auch der Kirchehrenbacher Künstler Erich Müller, ein Schüler und Freund Kusches, der die Malerei 2016 im Sinne seines Lehrers meisterhaft renoviert hat.
Er hatte viel Interessantes zu erzählen zur Maltechnik, zur Gestaltung der Malflächen und zum Inhalt der Malereien, die an den Wänden das Leben Marias nach dem Evangelium des Jakobus sehr beeindruckend darstellen. Die biblische Geschichte wird dabei auch im fränkischen, bäuerlichen Umfeld verankert und in unsere Zeit versetzt. So ist zum Beispiel der Gekreuzigte an ein Scheunentor genagelt.
Kusche sei mit der Überlieferung durchaus frei umgegangen und habe viel von seinem persönlichen Gedankengut verarbeitet, erklärte Erich Müller, der die Teilnehmer auf viele interessante Einzelheiten hinwies. 
Besonders beeindruckt waren alle von der Darstellung der vier Weltreligionen im Deckengemälde und der Aufforderung des antiken Philosphen Heraklit „Erkenne dich selbst“ in dessen Zentrum. Die Brüderlichkeit unter den Religionen und die Zusammengehörigkeit aller Menschen auf dieser einen Welt sei hier die Botschaft des Malers, erläuterte Erich Müller.
Anschließend wanderten alle bei schönstem Frühlingswetter zur Lillachquelle und am rauschenden Kalktuffbach entlang nach Weißennohe. Ein wunderbares Naturschauspiel, das den Kunstgenuss abrundete.